L-drive Schweiz prüft neu VKU-Lehrmittel
Die Mitglieder der Vereinigung der Strassenverkehrsämter (asa) haben die Leistungsvereinbarung mit L-drive Schweiz zur Prüfung der neuen VKU-Lehrmittel genehmigt. Anforderungskatalog und Prüfkonzept liegen bereits vor, die Lehrmittelhersteller sind informiert.
Mit der Revision der Verkehrszulassungsverordnung vom 19. Dezember 2025 hat der Bundesrat den Verkehrskundeunterricht (VKU) per 1. Januar 2027 neu geregelt. Die im VKU eingesetzten Lehrmittel müssen künftig schweizweit einheitlichen Anforderungen genügen und vor ihrer Verwendung geprüft werden. Die Kantone delegieren diese Aufgabe an die asa – und die asa nun an L-drive Schweiz. Damit anerkennt die asa formell die Fachkompetenz der Fahrlehrerschaft bei Inhalt und Didaktik der Fahrausbildung.
Umfangreiche Vorarbeiten geleistet
L-drive Schweiz hat gemeinsam mit den Vertretern der asa bereits umfangreiche Vorarbeiten geleistet:
- Das Steuerungsorgan unter Vorsitz von Andrea Rothenberger (Präsident asa-Kommission Führerprüfungen) hat den 20-seitigen Anforderungskatalog Ende März genehmigt.
- Die operative Arbeit übernimmt jetzt die Kommission «Überprüfung VKU-Lehrmittel» (KÜV) unter Projektleitung von Markus Hess (L-drive Schweiz). Ihr gehören seitens der Fahrlehrerschaft Jacques-Alain Franck, Predrag Savic und Sani Rüdisühli an. Nathalie Bornhauser und Laurent Beuchat teilen sich die Arbeiten für den Verband der schweizerischen Fahrlehrerberufsschulen (VSFB). Und Jürg Ochsenbein vertritt die asa.
Der Zeitplan ist ambitiös: Bis 30. September 2026 sollen die ersten Lehrmittel der bestehenden Verlage geprüft und genehmigt, bis Ende Jahr an die Fahrschulen ausgeliefert sein. Ab dem 1. Januar 2027 dürfen im VKU ausschliesslich zertifizierte Lehrmittel zum Einsatz kommen.