Statistik Führerprüfungen 2025

Prüfungszahlen normalisieren sich über alle Kategorien hinweg

Die Anzahl theoretischer und praktischer Führerprüfungen hat sich nach aussergewöhnlichen Jahren 2025 eingependelt. Die Erfolgsquoten zeigen je nach Kategorie unterschiedliche Tendenzen, wie die Vereinigung der Strassenverkehrsämter asa mitteilt.

Die Entwicklung der Anzahl Führerprüfungen in der Schweiz zeigt 2025 eine Normalisierung in allen Kategorien. Die Anzahl der Führerprüfungen in Theorie und Praxis lag in den kantonalen Strassenverkehrsämtern von 2020 bis 2021 deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Die Gründe für diesen Anstieg während dieser zwei Jahre waren neue gesetzliche Bestimmungen für die Erlangung der Motorradausweise, Änderungen in der Zweiphasenausbildung bei Neulenkenden und das «Fahren ab 17 Jahren».

Das Mindestalter von 17 Jahren für den Erwerb des Lernfahrausweises hatte damals zur Folge, dass ab 2021 theoretisch ein Jahrgang und damit gut 80'000 junge Personen mehr die Theorie- und Praxisprüfungen absolvieren konnte. Dies zeigte sich kurzfristig in ausserordentlich hohen Prüfvolumen. Mittelfristig folgte darauf ab 2022 eine erwartete Kompensation mit tieferen Prüfungszahlen bei den Kategorien Personenwagen und Motorrad.

Bei den praktischen Prüfungen – insbesondere in der Kategorie B – ist eine Annäherung an die langjährigen Durchschnittswerte vor 2020 feststellbar.

Stabile Entwicklung bei den Theorieprüfungen

Die theoretischen Prüfungen haben 2025 in allen Kategorien erneut zugenommen.

Mit total 96’774 erfolgreich bestandenen Basistheorieprüfungen (für Personenwagen und Motorrad) bestätigt sich die seit 2022 beobachtete, stetige Steigerung. Das Niveau liegt wieder bei den Werten vor 2020 und bildet die Grundlage für das künftige Volumen der praktischen Prüfungen.

Die Theorieprüfungen der Kategorie M (Motorfahrräder) steigen weiter an. Die zunehmende Nutzung von ETrottinetten und EBikes - und damit der Trend zu leichten Motorfahrrädern - dürfte weiterhin zur anhaltend hohen Nachfrage beitragen.

Praktische Führerprüfung Kategorie B: Weitere Erholung bei den Neulenkenden

Die Anzahl erfolgreicher praktischer Prüfungen der Kategorie B (Personenwagen) ist 2025 weiter gestiegen. Der Anstieg auf über 87'000 bestandenen Prüfungen fällt bedeutend aus, ist jedoch noch rund 5'000 Prüfungen unter dem langjährigen Durchschnitt. Die hohe Zahl bestandener Basistheorieprüfungen im vergangenen Jahr stützt die Prognose für eine weitere, steigende Entwicklung.

Praktische Prüfung Motorradkategorien A und A1: Unterschiedliche Dynamik

Die Motorradkategorien entwickeln sich weiterhin unterschiedlich: In der Kategorie A1 (Motorräder mit Hubraum bis 125 cm³ und einer max. Motorleistung von 11 kW) ist nach dem Anstieg bis 2023 nun eine Stabilisierung sichtbar. Die Kategorie A (Motorräder ohne Leistungsbeschränkung) steigt nach einer Konsolidierung nach den Ausnahmejahren 2020/2021 wieder deutlich an.

Erfolgsquoten: leichte Rückgänge in Theorie, stabile Werte in der Praxis

Bei der Basistheorieprüfung für Personenwagen und Motorräder (Kat. B und A/A1) zeigt sich 2025 erneut eine tiefere Erfolgsquote als im Vorjahr. Damit setzt sich der seit mehreren Jahren beobachtete Rückgang fort.

Auch bei der Theorieprüfung der Kategorie M – erforderlich für Mofas, EBikes bis 45 km/h, ETrottinette sowie langsame EBikes für Jugendliche ab 14 Jahren – liegt die Erfolgsquote ähnlich wie 2024 und damit spürbar tiefer als in den Vorjahren.

In den beruflichen Kategorien zeigt sich ein ähnliches Bild. Besonders auffällig bleibt die tiefe Erfolgsquote bei der Theorieprüfung für den berufsmässigen Personentransport (BPT), die sich trotz leichtem Anstieg, weiterhin auf einem niedrigen Niveau bewegt.

Die Erfolgsquoten der praktischen Führerprüfungen bleiben 2025 insgesamt stabil. Die Werte entsprechen weitgehend denen der Vorjahre, ohne dass sich ein klarer Trend abzeichnet.

Ausblick: Neuer VKU und Anpassungen der Theorieprüfung ab 2027

Der Bundesrat hat die Ausbildung für angehende Lenkerinnen und Lenker an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Neu behandelt der Kurs über Verkehrskunde (VKU) auch den sicheren Umgang mit Fahrassistenz- und Automatisierungssystemen.

Ab 2027 ist neu der Besuch des Verkehrskundekurses Voraussetzung für die Anmeldung zur Theorieprüfung. So kann das im Kurs erworbene Wissen bereits ab der ersten Lernfahrt umgesetzt werden. Mit diesen Anpassungen will der Bundesrat die Verkehrssicherheit weiter erhöhen.

Da der neue VKU ab 2027 eine zentrale Rolle in der ganzen Ausbildung spielt, sollen seine Inhalte auch in der Theorieprüfung abgedeckt werden. Entsprechend enthält die Theorieprüfung der Basistheorieprüfung für Personenwagen und Motorräder (Kat. B und A/A1) ab 1.1.2027 Fragen zu Fahrerassistenz- und Automatisierungssystemen (FAS), Verkehrskunde und Verkehrssinn.

Medienmitteilung (PDF)